Im Nachgang zur 85. Jahrestagung der Gilde Soziale Arbeit stellt das Gildeamt nunmehr der Öffentlichkeit die Bielefelder Erklärung 2026 „Solidarität als Ankerpunkt“ vor:
Auszug aus der Bieleflder Erklärung 2026:
„Angesichts der gravierenden politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die in vielen Ländern derzeit zu verzeichnen sind, wird das Bemühen um soziale Gerechtigkeit und ein friedliches Zusammenleben in einer offenen, pluralen und demokratischen Gesellschaft vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Während gesellschaftliche Polarisierungen und die Erosion rechtsstaatlicher Prinzipien zunehmen, geraten bisherige Strategien zur Unterstützung des sozialen Miteinander immer mehr ins Wanken. In Deutschland zeigt sich dies im Ab- und Umbau von Maßnahmen der Demokratieförderung – und das in Zeiten des Erstarkens rechter und rechtspopulistischer Kräfte. Aktuell gefährden massive Kürzungen im Sozialbereich die gesellschaftliche Integration. All diese dynamischen Prozesse betreffen Soziale Arbeit als gesellschaftliches Teilsystem und die darin Tätigen ganz unmittelbar, denn Soziale Arbeit ist auf soziale Gerechtigkeit, auf die Menschenrechte und auf die bedingungslose Achtung und Wahrung der Menschenwürde verpflichtet.
In Zeiten globaler Krisen, zunehmender Individualisierung und sozialer Unsicherheit bildet Solidarität einen entscheidenden Ankerpunkt für das gesellschaftliche Zusammenleben…“
